Im Mai stehen vor allem die klassischen Frühlingssternbilder im Fokus, die nun ihre höchste Position am Südhimmel erreichen. Besonders lohnenswert sind Beobachtungen der Konstellationen, die das berühmte Frühlingsdreieck bilden.
Die schönsten Sternbilder im Mai:
- Löwe (Leo): Er ist am frühen Abend im Süden kaum zu übersehen. Sein Hauptstern Regulus markiert eine Ecke des Frühlingsdreiecks.
- Jungfrau (Virgo): In der Monatsmitte steht die Jungfrau gegen 22:30 Uhr direkt im Süden. Ihr hellster Stern ist Spica. Sie beherbergt zudem den berühmten Virgo-Galaxienhaufen, ein Highlight für Teleskopbesitzer.
- Bärenhüter (Bootes): Hoch am Himmel funkelt der rötliche Arktur, der hellste Stern des Nordhimmels in dieser Jahreszeit.
- Haar der Berenike (Coma Berenices): Ein unauffälliges, aber feines Sternbild oberhalb der Jungfrau, das für seinen Sternhaufen bekannt ist.
- Wasserschlange (Hydra): Als größtes Sternbild am Himmel zieht sie sich im Mai in ihrer vollen Länge über den südlichen Horizont
Das Frühlingsdreieck
Gemeinsam mit Arktur (Bärenhüter bzw. Rinderhirte) und Spica (Jungfrau) bildet Regulus das berühmte Frühlingsdreieck, das zur Orientierung am Nachthimmel dient.
Der Mond im Mai:
- Fr. 1. Mai: Vollmond
- So. 3. Mai: Mond morgens bei Antares
- Sa. 9. Mai: Mond im letzten Viertel
- Sa. 16. Mai: Neumond
- Mo. 18. Mai: Mond abends bei Venus
- Mi. 20. Mai: Mond abends bei Jupiter und Pollux
- Sa. 23. Mai: Mond im ertsen Viertel
- Mi. 27. Mai: Mond abends bei Spica
- So. 31. Mai: Vollmond
Planeten im Mai:
- Venus: Strahlender Abendstern und erreicht in diesem Monat ihre beste Sichtbarkeit. Sie wandert vom Sternbild Stier in die Zwillinge und steht nach Sonnenuntergang hoch im Westen.
- Jupiter: Er ist ebenfalls am Abendhimmel in den Zwillingen sichtbar. Im Laufe des Monats verlagert er seine Untergänge auf die Zeit vor Mitternacht und nähert sich optisch der Venus an.
- Saturn: Der Ringplanet kehrt Ende Mai langsam an den Morgenhimmel zurück und taucht tief im Osten auf.
- Merkur: Zunächst noch nicht zu beobachten, taucht aber ab etwa dem 20. Mai tief am westlichen Abendhimmel auf und bildet für kurze Zeit ein Trio mit Venus und Jupiter.
- Mars: Er bleibt im Mai 2026 für das bloße Auge unsichtbar, da er sich noch zu nah an der Sonne befindet.