
Diese Aufnahme zeigt NGC 6960, den westlichen Teil des Cirrusnebels im Sternbild Schwan. Der Cirrusnebel ist der Überrest einer Supernova und erstreckt sich über einen großen Bereich des Himmels. NGC 6960 ist durch seine langen, fadenförmigen Nebelstrukturen gekennzeichnet und wird aufgrund seiner Form auch als „Hexenbesen“ (Witch’s Broom) bezeichnet.
Die Entfernung des Cirrusnebels wird auf etwa 2.400 Lichtjahre geschätzt. Die Supernova, die den Nebel erzeugte, fand vor mehreren tausend Jahren statt. Die dabei entstandene Schockwelle breitet sich noch heute durch das umgebende interstellare Gas aus.
Die sichtbaren Filamente entstehen durch die Wechselwirkung dieser Schockwelle mit dem Gas. Dabei wird das Gas angeregt und beginnt unter anderem im Licht von Wasserstoff und Sauerstoff zu leuchten. Die unterschiedlichen Emissionslinien tragen zu den verschiedenen Farbtönen der Nebelstrukturen bei.
Auf dieser Aufnahme sind neben den helleren Filamenten von NGC 6960 auch schwächere Strukturen des umliegenden Cirrusnebels zu erkennen. Das große Bildfeld zeigt außerdem das dichte Sternfeld der Milchstraße, in dem sich der Supernovaüberrest befindet.
Fazit
NGC 6960 ist ein Teil des deutlich größeren Cirrusnebels und zeigt die Überreste einer Supernovaexplosion. Die feinen Filamente machen die Struktur des Supernovaüberrests besonders deutlich und sind über ein großes Gebiet verteilt.
